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Fachübergreifende Veranstaltungen

7 Kurse
Porträtbild von Laura Göldner, Leitung Fachbereich Sprachen
Laura Göldner
Sprachen, Integration
Porträtfoto von Daniela Honold
Daniela Honold
Sachbearbeiterin Sprachen

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Studium Generale - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 07.10.2026 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Sprache ist ein Mittel zur Kommunikation. Doch nicht nur das: Sie beeinflusst auch im Unterbewusstsein unser Denken, Handeln und unsere Emotionen. Sie ist ein zentrales Machtinstrument und spiegelt unsere gesellschaftlichen Verhältnisse wider. Sprache kann zur (besseren) Verständigung, aber ebenso auch zur Manipulation eingesetzt werden. Beispiele aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel die NS-Sprache, zeigen die Gefahren, die durch ihren Missbrauch entstehen können. Im Gegenzug tragen eine geschlechtergerechte Sprache sowie die Gewaltfreie Kommunikation zu Gleichberechtigung, Respekt und einem guten Miteinander bei.

Kursnummer 1201CO01
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Gebühr: 60,00
Zänkische Weiber, häusliche Engel, medial inszenierte Tradwives: Weiblichkeitsentwürfe im zeitlichen Wandel - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 07.10.2026 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Vorstellungen von idealer Weiblichkeit unterliegen einem stetigen historischen Wandel und werden in gesellschaftlichen Diskursen sowie kulturellen Ausdrucksformen immer wieder neu ausgehandelt. Weiblichkeit ist dabei nichts, das man einfach „ist“, sondern entsteht durch die Wiederholung kulturell als weiblich verstandener Praktiken. Sie ist an Verhaltensweisen, Körperideale, Rollenbilder und Sprache gebunden. Dieser Vortrag untersucht, wie sich das Vokabular der Weiblichkeit seit der Frühen Neuzeit verändert hat und welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse sich darin spiegeln. Anhand ausgewählter Beispiele werden patriarchale Frauenbilder, feministische Gegenentwürfe und literarische Figuren beleuchtet, die Geschlechterordnungen infrage stellten. Der Bogen reicht von den widerspenstigen Frauen in Shakespeares Werk über das viktorianische Ideal des „Angel in the House“ bis hin zu den Tradwives des 21. Jahrhunderts.

Kursnummer 1201CO02
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Gebühr: 13,00
Sprache im Nationalsozialismus - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 28.10.2026 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Sprache spielte während des Nationalsozialismus eine wichtige und vielgestaltige Rolle: Die nationalsozialistischen Propagandisten setzten Sprache gezielt ein, um Menschen zu kategorisieren, zu diskriminieren, aus der imaginierten ‚Volksgemeinschaft‘ auszuschließen, aber auch, um die als ‚deutsch‘ definierten ‚Volksgenossinnen‘ und ‚Volksgenossen‘ zu inkludieren, zur Gefolgschaft zu motivieren und ideologisch zu beeinflussen. Kritische Zeitgenossen wie der deutsch-jüdische Romanist Victor Klemperer registrierten diese verschiedenen Dimensionen nationalsozialistischen Sprachgebrauchs aufmerksam und notierten, wie die sprachlich hergestellten Zugehörigkeitskategorien selbst in alltägliche Interaktionen einsickerten und soziale Beziehungen ‚vergiften‘ konnten. Aber die Bedeutung von Sprache im Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Propaganda, Manipulation und Lenkung ‚von oben‘ reduzieren. Denn zum einen partizipierten große Teile der deutschen Gesellschaft ‚von unten‘ sprachlich-kommunikativ auf vielfältige Weise an den nationalsozialistischen Ein- und Ausgrenzungsmechanismen. Zum anderen nutzten auch vom Nationalsozialismus stigmatisierte und verfolgte sowie nicht zuletzt widerständige Menschen Sprache, um die nationalsozialistische Diktatur zu kritisieren, sich zu wehren oder mit der ihnen aufgezwungenen Realität zurechtzukommen. Der Vortrag wird diese verschiedenen Facetten der Rolle von Sprache während des Nationalsozialismus anhand zahlreicher Beispiele, Textsorten und Akteursgruppen beleuchten und anschließend zur Diskussion einladen.

Kursnummer 1201CO03
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Gebühr: 13,00
Die Sprache der Bilder – wie wir die Welt sehen (und wie nicht) - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 18.11.2026 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Was wüssten wir von unserer Welt ohne die Vorstellungskraft? Wie könnten wir ohne Phantasie und Träume, ohne Vorbilder und Visionen, ohne Erinnerung und Symbolik leben? Erst durch Bilder, so der Kunsthistoriker Gottfried Boehm, werden Darstellungen sichtbar, besonders und präsent. Doch es gibt auch Kritik an Bildern: Im Frühjahr befürchtete etwa die ZEIT, dass erfundene Bilder, die massenhaft in Umlauf gebracht werden, die Demokratie bedrohen. Vor allem die KI befördere eine anarchische Bilderwelt, die unter Kontrolle gebracht werden müsse. Dieser Vortrag zeigt, dass Bilder nicht „echt“ oder „falsch“ sind, sondern eine eigene Sprache bilden, die wir lernen und reflektieren können. Die Macht der Bilder ist keine Erfindung des digitalen Zeitalters. Vielmehr halten uns die modernen Technologien einen Spiegel vor, in dem wir unseren gesellschaftlichen Umgang mit Bildern neu erkennen können.

Kursnummer 1201CO04
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Gebühr: 13,00
Die Macht der Worte – Reden, Sprechblasen, Memes - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 02.12.2026 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Manche Sätze überdauern Jahrhunderte – andere hinterlassen nichts. Aber was verleiht Worten Kraft? Der Vortrag geht dieser Frage nach: von Aristoteles und Cicero über Churchill bis zu Comic-Sprechblasen, Memes und Obamas viralem „Yes We Can“. Dabei treten rhetorische Mechanismen zutage, die seit der Antike wirksam sind – und die verraten, wie Sprache Gesellschaft formt, Macht sichert und Wirklichkeit konstruiert.

Kursnummer 1201CO05
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Gebühr: 13,00
Wie Worte unser Denken und Handeln beeinflussen - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 13.01.2027 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Welchen Einfluss hat Sprache auf unser Weltbild, unsere Emotionen und unser Verhalten? Forschungsarbeiten aus der Psychologie zeigen, dass Bezeichnungen und auch Grammatik die Art und Weise verändern können, wie wir die Welt wahrnehmen und unsere Entscheidungen treffen. Deshalb spielt die Wortwahl – zum Beispiel im Journalismus oder in der Politik – eine wichtige Rolle, da hier ein Deutungsrahmen („Framing“) geschaffen wird, der unsere Sicht auf aktuelle gesellschaftliche Themen prägt. Die Referentin erläutert an konkreten Beispielen unterschiedliche Wirkweisen von Sprache auf Emotionen und Handlungsbereitschaft. Sie deckt versteckte Bewertungen auf, veranschaulicht die Effekte verschiedener Formulierungen, und zeigt auf, dass auch Schweigen eine starke kommunikative Wirkung entfalten kann.

Kursnummer 1201CO06
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Gebühr: 13,00
Worte als Brücken oder Barrieren: Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg - Sprache. Macht. Gesellschaft. -
Mi. 27.01.2027 19:00
Coburg
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Sprache ist weit mehr als ein Mittel zum Informationsaustausch – sie ist das Werkzeug, mit dem wir unsere gesellschaftliche Realität gestalten. Doch wie oft erleben wir, dass Gespräche über politische Differenzen oder persönliche Werte in Sackgassen aus Vorwürfen und Rechtfertigungen enden? In diesem Vortrag beleuchten wir die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nicht nur als psychologische Methode, sondern als sprachwissenschaftliches und gesellschaftspolitisches Instrument und vor allem als innere Haltung. Entwickelt von Marshall B. Rosenberg, basiert die GfK auf der Erkenntnis, dass hinter jeder Form von Gewalt oder Aggression ein unerfülltes Bedürfnis steht. Wir gehen der Frage nach: Wie beeinflusst unsere Art zu sprechen – die Bewertung, die Diagnose und die Forderung – das soziale Klima? Und wie können wir durch eine bewusste Trennung von Beobachtung und Bewertung Räume für echte Verständigung schaffen, selbst wenn die Meinungen weit auseinandergehen?

Kursnummer 1201CO07
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Gebühr: 13,00
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21.08.26 19:23:59