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Sprache im Nationalsozialismus
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Sprache spielte während des Nationalsozialismus eine wichtige und vielgestaltige Rolle: Die nationalsozialistischen Propagandisten setzten Sprache gezielt ein, um Menschen zu kategorisieren, zu diskriminieren, aus der imaginierten ‚Volksgemeinschaft‘ auszuschließen, aber auch, um die als ‚deutsch‘ definierten ‚Volksgenossinnen‘ und ‚Volksgenossen‘ zu inkludieren, zur Gefolgschaft zu motivieren und ideologisch zu beeinflussen. Kritische Zeitgenossen wie der deutsch-jüdische Romanist Victor Klemperer registrierten diese verschiedenen Dimensionen nationalsozialistischen Sprachgebrauchs aufmerksam und notierten, wie die sprachlich hergestellten Zugehörigkeitskategorien selbst in alltägliche Interaktionen einsickerten und soziale Beziehungen ‚vergiften‘ konnten. Aber die Bedeutung von Sprache im Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Propaganda, Manipulation und Lenkung ‚von oben‘ reduzieren. Denn zum einen partizipierten große Teile der deutschen Gesellschaft ‚von unten‘ sprachlich-kommunikativ auf vielfältige Weise an den nationalsozialistischen Ein- und Ausgrenzungsmechanismen. Zum anderen nutzten auch vom Nationalsozialismus stigmatisierte und verfolgte sowie nicht zuletzt widerständige Menschen Sprache, um die nationalsozialistische Diktatur zu kritisieren, sich zu wehren oder mit der ihnen aufgezwungenen Realität zurechtzukommen.
Der Vortrag wird diese verschiedenen Facetten der Rolle von Sprache während des Nationalsozialismus anhand zahlreicher Beispiele, Textsorten und Akteursgruppen beleuchten und anschließend zur Diskussion einladen.

Sprache im Nationalsozialismus
- Sprache. Macht. Gesellschaft. -

Sprache spielte während des Nationalsozialismus eine wichtige und vielgestaltige Rolle: Die nationalsozialistischen Propagandisten setzten Sprache gezielt ein, um Menschen zu kategorisieren, zu diskriminieren, aus der imaginierten ‚Volksgemeinschaft‘ auszuschließen, aber auch, um die als ‚deutsch‘ definierten ‚Volksgenossinnen‘ und ‚Volksgenossen‘ zu inkludieren, zur Gefolgschaft zu motivieren und ideologisch zu beeinflussen. Kritische Zeitgenossen wie der deutsch-jüdische Romanist Victor Klemperer registrierten diese verschiedenen Dimensionen nationalsozialistischen Sprachgebrauchs aufmerksam und notierten, wie die sprachlich hergestellten Zugehörigkeitskategorien selbst in alltägliche Interaktionen einsickerten und soziale Beziehungen ‚vergiften‘ konnten. Aber die Bedeutung von Sprache im Nationalsozialismus lässt sich nicht auf Propaganda, Manipulation und Lenkung ‚von oben‘ reduzieren. Denn zum einen partizipierten große Teile der deutschen Gesellschaft ‚von unten‘ sprachlich-kommunikativ auf vielfältige Weise an den nationalsozialistischen Ein- und Ausgrenzungsmechanismen. Zum anderen nutzten auch vom Nationalsozialismus stigmatisierte und verfolgte sowie nicht zuletzt widerständige Menschen Sprache, um die nationalsozialistische Diktatur zu kritisieren, sich zu wehren oder mit der ihnen aufgezwungenen Realität zurechtzukommen.
Der Vortrag wird diese verschiedenen Facetten der Rolle von Sprache während des Nationalsozialismus anhand zahlreicher Beispiele, Textsorten und Akteursgruppen beleuchten und anschließend zur Diskussion einladen.
21.08.26 12:46:44