Dozenten
Brähler,, Dr. Susan
Vorstellungen von idealer Weiblichkeit unterliegen einem stetigen historischen Wandel und werden in gesellschaftlichen Diskursen sowie kulturellen Ausdrucksformen immer wieder neu ausgehandelt. Weiblichkeit ist dabei nichts, das man einfach „ist“, sondern entsteht durch die Wiederholung kulturell als weiblich verstandener Praktiken. Sie ist an Verhaltensweisen, Körperideale, Rollenbilder und Sprache gebunden. Dieser Vortrag untersucht, wie sich das Vokabular der Weiblichkeit seit der Frühen Neuzeit verändert hat und welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse sich darin spiegeln. Anhand ausgewählter Beispiele werden patriarchale Frauenbilder, feministische Gegenentwürfe und literarische Figuren beleuchtet, die Geschlechterordnungen infrage stellten. Der Bogen reicht von den widerspenstigen Frauen in Shakespeares Werk über das viktorianische Ideal des „Angel in the House“ bis hin zu den Tradwives des 21. Jahrhunderts.
13.00 Euro ab 10 Personen, Gebühr für Einzelbelegung, ohne Ermäßigung