Dozenten
Post, Dr. med. Klaus
Gendermedizin untersucht, wie biologische und soziale Geschlechtsunterschiede Gesundheit und Therapie beeinflussen. Doch wie wirkt sich das auf die Schmerztherapie aus? Frauen sind häufiger von chronischen Schmerzen wie Migräne oder Fibromyalgie betroffen als Männer - hier beeinflussen vor allem hormonelle Faktoren, insbesondere Östrogene, die Schmerzwahrnehmung. Männer hingegen leiden beispielsweise häufiger an Gicht und Clusterkopfschmerzen. Sie haben oft eine höhere Schmerzschwelle, zeigen Schmerzen aber gesellschaftlich bedingt seltener oder unterdrücken diese eher. Diese Unterschiede können sich maßgeblich auf Diagnostik und Therapieentscheidungen auswirken, denn Frauen und Männer sprechen teilweise unterschiedlich auf Medikamente an. Da die Medikamente zum Teil nur an Männern getestet werden, kann dies wiederrum die Wirksamkeit bei Frauen einschränken. An diesem Abend erfahren Sie alles über die Wechselwirkungen von Geschlecht und Schmerz und Sie lernen den Ist-Stand in der Schmerztherapie sowie neueste Erkenntnisse kennen.
8.80 Euro ab 10 Personen, 10,90 EUR ab 8 Personen, 14,60 EUR ab 6 Personen, , ohne Ermäßigung