Wenn Sprecher zur Feder greifen (müssen): Französische Soldatenbriefe zwischen »rührender Unfähigkeit« und »ungesuchter Rhetorik«

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Mittwoch, 04. Dezember 2019 19:00–20:30 Uhr

Kursnummer 1201CO08
Dozent Prof. Dr. Ludwig Fesenmeier
Datum Mittwoch, 04.12.2019 19:00–20:30 Uhr
Gebühr 10,00 EUR 10.00 Euro ab 10 Personen, Gebühr für Einzelbelegung
Ort

Pfarrzentrum St. Augustin, Obere Klinge 1a
Obere Klinge 1a
96450 Coburg
Kleiner Seminarraum

Kursort

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Zu den tiefgreifenden Umwälzungen, die der Erste Weltkrieg, la Grande Guerre, in Europa mit sich gebracht hat, gehört auch der Umstand, dass „einfache Menschen“, deren sprachlicher Interaktionsmodus bis dahin immer das gesprochene Wort gewesen war, nun zu Stift und Papier greifen mussten, um mit ihren Angehörigen und Freunden in Kontakt bleiben zu können. Die zahlreich erhaltenen Briefe der Soldaten an der Front (bzw. teilweise auch aus der Kriegsgefangenschaft) haben früh das Interesse der Sprachwissenschaft geweckt, die ihnen aber sehr zwiespältig begegnete: So spricht Leo Spitzer schon 1921 zwar einerseits von einer „gesunde[n], natürliche[n], ungesuchte[n] Rhetorik, die vom Herzen kommt und zu Herzen geht“, aber auch von einer „rührende[n] Unfähigkeit, eine Mitteilung in einen klar formulierten, syntaktisch einwandfreien Satz zu pressen“. Während diese Defizit-Perspektive bis heute in der Forschung dominiert, sollen im Vortrag vielmehr die Strategien aufgezeigt werden, in denen sich die „gesunde, natürliche, ungesuchte Rhetorik“ manifestiert, um mit dem bisweilen Unaussprechlichen umgehen zu können.

Prof. Dr. Ludwig Fesenmeier Hauptdozent


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