Sommerakademie: Wundervolle Welt der Kunst

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Am Pfingstmontag endete die Ausstellung „Sommerakademie – Teilnehmer und Dozenten stellen aus“ mit der Verleihung des Kulturförderpreises der VR-Bank Coburg.




Mit einer Interpretation des Klassikers „What a Wonderful World“ eröffneten am 6. Juni Anja Friedrich (Gitarre, Gesang) und Arno Seifert (Piano) die Finissage im Kunstverein Coburg. Dieser Song passte sehr gut zu den drei Kunstwerken, die für den Kulturförderpreis ausgewählt wurden, denn alle drei zeigen auf jeweils individuell abstrahierte Weise eine wunderschöne und gleichzeitig wundersame Welt. Die drei Teilnehmerinnen nahmen im letzten Jahr an Kursen der Sommerakademie teil und bekamen zu gleichen Teilen ein Preisgeld von jeweils 200 €. Fünf weitere Teilnehmer*innen erhielten eine Anerkennung zu je 50 €. Jeweils ein Dozent der Sommerakademie wird jedes Jahr mit einem Sonderpreis und 200 € Preisgeld gewürdigt. Mit diesen Preisen möchte die VR-Bank die regionale Kunstszene unterstützen und die Coburger in Stadt und Landkreis motivieren, sich künstlerisch zu betätigen. „Alles was denkbar ist, ist auch machbar.“ Mit diesem Bonmot unterstrich der Vorstandsvorsitzende Karlheinz Kipke in seiner Rede die Bedeutung der Kunst für die Entwicklung wichtiger Visionen für eine komplexe Welt. Die vielfältigen Sommerakademie-Workshops eignen sich sowohl als Einstieg in die Welt der Kunst als auch zur Vertiefung bereits erworbener Fähigkeiten. Informationen zu den 21 Workshops 2022 sind auf www.sommerakademie-coburg.de zu finden.

Jury: Cornelia Stegner (Kunstsammlungen der Veste Coburg), Cordula Utermöhlen (Künstlerin, Bad Rodach), Joachim Goslar (Kunstverein Coburg)

Kulturförderpreis für 3 Teilnehmer*innen mit jeweils 200 €:

Kornelia Hüttner für ihr Aquarell „On the road“ (Laudatio von Joachim Goslar): Duftiger Dunst liegt über der Landschaft. Wolken und Himmel halten sich gerade die Waage – stimmungsvoll, „romantisch“; Zerschnitten von einem kühlen, gleichförmigen grauen Streifen, der sich gerade so in das untere Bildfeld schiebt, die Landschaft zerteilt und der Naturmodulationen ein Ende setzt. Einst als fortschrittliches Sinnbild für Fernweh und Mobilität gepriesen, kommen beim Betrachten des Bildes doch Zweifel am Umgang mit der Natur, an dem Preis, den die Natur zahlt für unser Verlangen, „on the road“ zu sein.

Kathleen Losansky für ihr Aquarell: „abstract landscape“ (Laudatio von Joachim Goslar): Der Wanderer über dem Nebelmeer ist längst nach Hause gegangen, da steht die staunende Künstlerin beim Einbrechen der Dämmerung noch immer dort, um den Moment aufzusaugen, in dem die reale Landschaft entschwindet und Platz macht für den Start einer rein künstlerischen Wiedergabe. Das erfordert Geduld vor dem Motiv, höchste Sensibilität für den Moment, in dem das Geschaute quasi durch einen hindurchgeht und künstlerische Qualität zur Umsetzung.

Ülfet Olgun für ihr Acrylbild: „Coburg unterm Schnee“ (Laudatio von Joachim Goslar): Veste, Arkaden, St.Moriz, Ehrenburg? Das sinnlose Suchen nach Spuren der Stadt führt nicht zum Ziel, verlockt uns aber ständig, nochmal hinzuschauen und eventuell Bekanntes zu erhaschen. „Unterm Schnee“ liegt die Stadt. Wie in einem Zaubertraum verwirren wir uns, verirren wir uns im fremdartig Vertrauten. Aber statt verloren zu gehen, behütet uns die Künstlerin, lädt uns ein näher zu kommen und das fremd Erscheinende in unserer eigenen Umgebung anzunehmen und zum Geborgenen zu machen.

Sonderpreis für ausstellende Dozenten dotiert mit 200 €:

Frank Meyer für sein Acrylbild: „Paar“ (Laudatio von Joachim Goslar): Konsequent, sehr präsent und mächtig – im ständigen wechselseitigen Gleichklang! So beeindruckt uns das Werk. Kandinsky hätte seine Freude beim Betrachten. Da ist Bewegung und Ruhe, da ist Ausdehnung und Einbuchtung, da ist Dunkel und Hell, Vor und Zurück, Sprechen und Lauschen, Betasten und Scheu, Links und Rechts, Oben und Unten, ein gegenseitiges Wiegen, ein Miteinander, eine Ausgewogenheit, keine Möglichkeit ohne das andere Element sein zu können, ein Paar eben!

Anerkennung der besonderen Leistung für fünf Teilnehmerinnen (je 50 €)

  • Gautham Madanagopal Padmavathy für seine Zeichnung „New look“ Ivo Petschke für sein Aquarell „Boote“ Martin Schulz für seine Keramische Impression „1989“, Bettina Secker für ihren Dichterwürfel aus Filz „Cube of hope“ Jens Winter für seine plastische Holzskulptur „O.T.“
  • Ivo Petschke für sein Aquarell „Boote“ Martin Schulz für seine Keramische Impression „1989“, Bettina Secker für ihren Dichterwürfel aus Filz „Cube of hope“ Jens Winter für seine plastische Holzskulptur „O.T.“
  • Martin Schulz für seine Keramische Impression „1989“, Bettina Secker für ihren Dichterwürfel aus Filz „Cube of hope“ Jens Winter für seine plastische Holzskulptur „O.T.“
  • Bettina Secker für ihren Dichterwürfel aus Filz „Cube of hope“ Jens Winter für seine plastische Holzskulptur „O.T.“
  • Jens Winter für seine plastische Holzskulptur „O.T.“

Vielen Dank der VR-Bank Coburg, die diesen Preis initiert hat und mit dem Preisgeld die regionale Kunstszene unterstützt.


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