Kampftanz im Dreiviertel-Takt

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„Aroha“ ist inspiriert vom Kampftanz der Maori, mit Elementen aus Kung Fu und Tai Chi – ein Ausdauertraining zu kraftvollen Rhythmen, das die Teilnehmer ganz schön schwitzen lässt.




Schritt rechts nach vorne, Schritt links nach vorne, Boxen, Ducken, rückwärts gehen, wieder Grundschritt, in Bewegung bleiben. „Los, einer geht noch“, ruft Christine Werthmann, und auf ihr Kommando machen alle zwei Schritte nach rechts, Arme kreuzen, Abwehrhaltung, auch wenn die Wangen glühen und Haarsträhnen an Stirnen kleben.

„Unsere Kursleiterin ist wirklich super, sie schafft es immer wieder, einen nochmal zu motivieren“, sagt Teilnehmerin Pia. „Wenn sie sagt, es geht noch einer, dann geht auch noch einer!“ Einer, also ein choreografischer Durchlauf, besteht aus aufeinanderfolgenden Bewegungen, die zuvor einzeln eingeübt werden – nacheinander, aber nicht etwa mit Pausen dazwischen: Der Grundschritt wird immer weiter ausgeführt, Schritt nach rechts, Schritt nach links, Füße mehr als hüftbreit auseinander, Knie gebeugt – das geht ordentlich auf die Oberschenkel. „Der Muskelkater nach dem ersten Mal war ganz schön heftig“, sagt Pia. „Beine, Po, überall. Aber dafür wirklich nur das erste Mal.“

Nicht nur die Beine, auch die Arme dürfen bei Aroha ran: Mit kraftvollen, aus dem Kung Fu stammenden Schlag- und Abwehrbewegungen, „als würdet ihr Gummibänder von der Decke runter ziehen“, oder „als würdet ihr jemandem einen ordentlichen rechten Haken verpassen“, wie Christine Werthmann ihren Teilnehmern zuruft. Abgewechselt werden die Kung Fu-Kampfelemente von fließenden, aus dem Tai Chi entlehnten Bewegungen. Die daraus zusammengesetzte Choreografie ist gut nachzuvollziehen; auch als Einsteiger hat man den Dreh recht schnell raus. Das Training ist von mittlerer Intensität, auf Dauer zwar anstrengend, aber nicht hektisch – was auch an der Musik liegt, die mit ihrem Dreiviertel-Takt einen kraftvoll-meditativen Rhythmus vorgibt.

„Ich finde Aroha total inspirierend“, sagt Kursleiterin Christine Werthmann. Seit 2009 gibt sie Aerobic- und Fitnesskurse an der Volkshochschule, vor ein paar Jahren las sie dann von der Ausbildung zur Aroha-Trainerin. „Zuvor kannte ich es auch nicht, war aber neugierig – und es hat mich sofort gepackt“, erinnert sie sich. „Ich fühlte mich nach dem Training körperlich fit und innerlich ausgeglichen und zufrieden. Dieses Gefühl wollte ich an andere weitergeben.“

Teilnehmerin Pia macht zum ersten Mal Aroha. „Ich hatte mal davon gehört, wollte es ausprobieren – da eignet sich ein vhs-Kurs super!“ Als Tochter Claudia und Enkelin Celina von Pias Plänen hörten, meldeten sie sich gleich mit an – und sind ebenfalls begeistert. „Es ist ein super Ausgleich zum Alltag“, sagt Claudia. „Und man kann mal so richtig Wut rauslassen“, ergänzt Celina.

Simona ist schon zum zweiten Mal beim Kurs dabei. „Es ist kurzweilig. Ich mag die Abwechslung zwischen Anspannung und Entspannung. Auf dem Laufband oder Stepper langweile ich mich zu Tode.“ Kurskollegin Jennifer ergänzt: „Ich finde gut, dass man selbst entscheiden kann, wie viel Kraft man in die Bewegung legen will. Auch wenn man sich mal nicht so fit fühlt, kann man zum Kurs kommen - dann gibt man eben einfach etwas weniger Gas.“ Christine Werthmann kann das bestätigen: „Aroha ist für jeden Fitnesszustand und jedes Alter geeignet.“ Pia, Claudia und Celina jedenfalls sind sich sicher: „Beim nächsten Kurs im Herbst sind wir wieder dabei!“

Aroha

Was: Ausdauertraining zu Musik, ohne Geräte, inspiriert vom „Haka“, dem neuseeländischen Kampftanz, mit Elementen des Kung Fu und des Tai Chi.

Wozu: Verbrennt Kalorien, fördert die Ausdauer, kräftigt den gesamten Körper, baut Stress ab.

Wer: Geeignet für jedes Alter und jeden Trainingszustand.

Bild: Einen kräftigen rechten Haken austeilen – und das im Dreiviertel-Takt: Christine Werthmann (vierte von links) zeigt den Teilnehmern des vhs-Kurses „Aroha“, wie’s geht. Foto: Miriam Hegner/ vhs


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