Die Neuseser Gymnastik-Familie

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Rückengymnastik als Ausdauersport? In Neuses am Brand ja: Seit nunmehr 30 Jahren turnt die vhs-Wirbelsäulengymnastikgruppe dort gemeinsam – und der Spaß kommt dabei auch nicht zu kurz!




Es ist Mittwochabend, kurz vor 20 Uhr. Stimmengewirr erfüllt die Sporthalle, Begrüßungen werden ausgetauscht, Scherze gemacht, Turnschuhe geschnürt. Gleich geht’s los mit der Gymnastikstunde – so wie seit inzwischen genau 30 Jahren. „Wir sind ein kleines Dorf mit intakter Dorfgemeinschaft, wir machen viel zusammen“, erzählt Birgit Scheckenbach.

Sie gehört zum „harten Kern“, wie sie selbst sagt, ist eine der einstigen Initiatorinnen der Gymnastikgruppe: „Als der Tischtennisverein damals die Sporthalle bauen ließ, haben wir Frauen im Ort gesagt, es wäre doch toll, wenn wir hier auch Gymnastik machen könnten.“ Gesagt, getan: Die Neuseserinnen wandten sich an den damaligen vhs-Außenstellenleiter, der einen Kursleiter organisierte - und die Wirbelsäulengymnastikgruppe war geboren.

Außer Birgit Scheckenbach zählen noch Helga Gärtner, Birgid Kestel, Helga Pechtold, Sonja Pechtold und Gerda Hertha zu den Gründungsmitgliedern. Warum sie so lange dabei geblieben sind? „Es tut einfach gut und macht Freude“, sagt Helga Pechtold. „Und außerdem: Wenn man zuhause bliebe, würde man was verpassen!“ Denn natürlich werden auch die neuesten Neuigkeiten ausgetauscht, aus Neuses und aus den umliegenden Orten, denn mitmachen dürfen natürlich auch „Auswärtige“ aus Weischau, Schneckenlohe oder Weidhausen.

„Über die Jahre ist dieser Kurs zu einer richtigen kleinen Gymnastik-Familie geworden“, sagt Kursleiterin Heike Pohl. „Und diese positiven Begegnungen tragen genauso zum Wohlbefinden, zur Entspannung und damit zur Gesundheit bei wie der Sport an sich.“ Gemeinsam macht’s außerdem mehr Spaß, sind sich alle einig: Aufwärmen mit Musik zu Beginn der Stunde, Muskelstärkungs- und lockerungsübungen mit Hilfe von Therabändern und Co., Entspannungsübungen zum Abschluss.

„Wir, die wir so lange dabei sind, kennen die meisten Übungen natürlich“, sagt Sonja Pechtold. „Man könnte sie also theoretisch auch alleine zuhause machen - aber das tut man dann ja doch nicht“, ergänzt Birgit Scheckenbach. „Zusammen geht’s außerdem wie von selbst“, findet Sonja Pechtold. Dem kann Thomas Zimmerlein nur zustimmen. „Ich hatte früher Probleme mit der Bandscheibe und da dieser Kurs praktisch vor meiner Haustür stattfindet, hab ich ihn ausprobiert“, so der Neuseser. Nun ist er seit sechs Jahren dabei. „Und es wirkt: Keine Probleme mehr!“

„Viele denken, Sport bringt nur etwas, wenn man schwitzt und hinterher kaputt ist. Aber das stimmt nicht“, sagt Pohl. „Es sind die kleinen Dingen, die einen gesund erhalten - Hauptsache, man macht sie regelmäßig.“ Von den drei Kursleiterinnen, die der Kurs insgesamt hatte, ist Heike Pohl mit 19 Jahren am längsten dabei. Volkshochschuldozentin ist die gelernte Physiotherapeutin sogar noch länger: „Ich der Praxis in Sonnefeld, in der ich arbeite, hat die Volkshochschule vor inzwischen 23 Jahren nach möglichen Kursleitern gefragt. Und weil ich mich gerne bewege, gern aktiv bin, wollte ich das ausprobieren.“ Sie blieb dabei: Nach einem ersten Kurs in Grub am Forst übernahm sie nach und nach weitere Kurse – schließlich auch den in Neuses. „Mir macht es nach wie vor viel Spaß zu unterrichten!“, sagt sie. Ein Glück – denn ans Aufhören denkt in Neuses niemand…

Bild: Über 30 Jahre Wirbelsäulengymnastik freuen sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kursleiterin Heike Pohl, die Leiterin der vhs-Außenstelle Sonnefeld, Eugenia Kernitzki, und Sonnefelds Dritter Bürgermeister Friedrich Übelhack (von links). Foto: Miriam Hegner/ vhs


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