Bei Farben und Formen Freude finden

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Jeder kann malen, sagt Ülfet Olgun. In den Aquarellmalkursen, die sie an der Volkshochschule gibt, zeigt sie deshalb grundlegende Techniken, lässt ihren Teilnehmern aber auch gern freie Hand und sich überraschen.




Konzentriert setzt Christian Köhn den Pinsel aufs Papier, lässt Pinselstrich für Pinselstrich eine Berglandschaft in zartem Blau entstehen. „Der Kunstunterricht hat mir in der Schule immer viel Spaß gemacht. Da ich das jetzt im Berufsleben vermisse, habe ich eine Möglichkeit gesucht, in der Freizeit kreativ zu sein“, erzählt der Neustadter. „Da es sich angeboten, diesen Kurs zu besuchen.“ Denn allein zu Hause würde er wohl nicht zum Pinsel greifen, vermutet er. „Außerdem muss man ja erst mal ins Thema finden, sich die Grundlagen aneignen.“

Die Grundlagen vermittelt Volkshochschul-Dozentin Ülfet Olgun in einzelnen Motiv-Themen: Wasser, Himmel oder Bäume, zu denen sie die Techniken zeigt und dann üben lässt. Auch Hausaufgaben müssen gemacht werden: Die Kursleiterin gibt Arbeitsblätter mit nach Hause. Nach ein paar Kursstunden können die Teilnehmer ihre Motive frei wählen.

„Die gelernten Grundtechniken dann zu einem Landschaftsbild zusammenfügen – das macht richtig Spaß“, sagt Christian Köhn und lässt einen Hauch Ocker in den blassen Himmel fließen, der die Berglandschaft umgibt. Ülfet Olgun geht derweil von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz, gibt hier einen Tipp, tupft dort ein bisschen überschüssiges Wasser vom Papier.

„Jeder kann malen“, sagt sie. „Jeder bringt etwas zustande. Kunst ist in uns drin. Schon die Steinzeitmenschen haben Höhlenwände bemalt. Man muss den Menschen den Weg zeigen, ihnen Ruhe lassen, dann wird etwas kommen.“ Was das ist, davon lässt sie sich gern überraschen – auch bei ihren eigenen Werken. „Ich male alles gern: Häuser und Gassen, Boote am Meer, Wasserfälle, Blätter und Pflanzen. Manchmal setze ich mich vor ein weißes Blatt und sehe einfach, was kommt.“

Ilona Hontheim hat sich für einen Garten mit Blumen entschieden. „Mit gefällt, dass ich mit den Farben spielen kann. Das ist sehr entspannend und macht mir viel Freude“, sagt die Rödentalerin. „Außerdem hat unsere Kursleiterin einen unheimlichen Schatz an Wissen und kann das gut vermitteln.“

Auch Irina Kulmann findet das Malen entspannend. „Ich bin vor einigen Jahren durch die Schmerztherapie zum Malen gekommen. Seitdem male ich. Es macht Spaß - und es funktioniert: Wenn ich male, habe ich keine Rückenschmerzen.“ Angefangen hatte sie mit Acryl, jetzt wollte sie etwas Neues ausprobieren. „Mir macht beides großen Spaß, aber es sind sehr unterschiedliche Techniken. Bei Acryl kann man immer noch mal ausbessern und verändern, bei Aquarell muss man genauer überlegen, bevor man loslegt.“

Kursleiterin Ülfet Olgun hat selbst einst mit Ölmalerei begonnen, heute malt sie in Acryl und Aquarell. Seit vielen Jahren gibt sie Kurse an der Volkshochschule, war auch schon viele Male bei der Sommerakademie der Volkshochschule dabei und hat mit ihren Werken mehrmals den Kulturförderpreis gewonnen. Eine Welt ohne Kunst wäre für sie nicht vorstellbar. „Wenn es Kunst nicht gäbe, dann wären wir sehr arm, sehr verbittert.“ Auch ihre Kursteilnehmer möchten die Zeit mit Pinsel und Farbe nicht missen. Sie sind sich einig: „Beim nächsten Aquarellkurs im Herbst sind wir wieder dabei!“

Bild: Kursleiterin Ülfet Olgun führt Christian Köhn vor, wie der Farbauftrag gelingt. Foto: Miriam Hegner/ vhs


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